„Niederschläge, die heute noch als Extremereignisse eingestuft werden, werden zukünftig häufiger auftreten.“
Dr. Helge Bormann
Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt an der ostfriesischen norddeutschen Küste und mögliche Anpassungen für das Entwässerungssystem, haben Wissenschaftler_innen der Jade Hochschule und der Universität Oldenburg jetzt untersucht. „Vor dem Hintergrund des globalen Wandels steht die Binnenentwässerung vor einer immensen Herausforderung“, sagt Projektleiter Dr. Helge Bormann von der Jade Hochschule. „Die bestehende Entwässerungsinfrastruktur wird zukünftig nicht mehr ausreichen.“ Durch die mit regionalen Partnern erarbeiteten Maßnahmen könne das Hochwasserrisiko jedoch bis Ende des Jahrhunderts deutlich gesenkt werden. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Klimaoptimiertes Entwässerungsmanagement im Verbandsgebiet Emden“ (KLEVER) wurden gestern im Beisein des niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies im Siel- und Schöpfwerk Knock präsentiert.
Kapazität des Entwässerungssystems ist Mitte des Jahrhunderts ausgeschöpft
Basierend auf Klimamodellen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung berechneten Dr. Helge Bormann und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Jenny Kebschull von der Jade Hochschule mögliche Veränderungen des Wasserhaushalts. Einflüsse, die sich in Zukunft auf das Entwässerungssystem in der Region auswirken, sind die höheren Winterniederschläge, die Versiegelung von Grünflächen und der Anstieg des Meeresspiegels.




