JW: Warum hat sich die Jade Hochschule bereit erklärt, den Schüler_innen Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen?
Weisensee: Wir haben aufgrund der Anfrage der Stadt Wilhelmshaven zunächst unsere Bereitschaft erklärt, die Optionen zu prüfen, ob überhaupt Räume zur Verfügung gestellt werden können. Wir sehen uns natürlich in der gesellschaftlichen Verantwortung, hier im Rahmen unserer Möglichkeiten Unterstützung zu leisten, wobei wir unsere eigenen Aufgaben nicht vernachlässigen dürfen. Dass wir als Hochschule eine schulische Bildungseinrichtung unterstützen und Solidarität zeigen, ist selbstverständlich, zumal wir an vielen Stellen mit Schulen zusammen arbeiten, auch um den Übergang in die Hochschule vorzubereiten.
JW: Wie kam die Hochschule zu dieser Entscheidung?
Weisensee: Die Stabsstelle Arbeitssicherheit/Arbeitsmedizin und das Gebäudemanagement haben aufgrund der Anfrage zunächst in Frage kommende Räume identifiziert und hervorragende konzeptionelle Vorarbeiten durchgeführt. In intensiven Diskussionen im Krisenstab unter Einbeziehung der drei Wilhelmshavener Fachbereiche, der Leiterinnen und Leiter der in den Gebäuden befindlichen Einrichtungen und weiterer Stellen konnte das Konzept weiter ausgearbeitet werden, sodass wir einen Teil der für den Schulbetrieb erforderlichen Räume zur Verfügung stellen können. Wir können nicht alle Anforderungen hinsichtlich des Fachunterrichts erfüllen, sind aber zuversichtlich, dass wir sowohl für den Förderschulzweig „Körperlich-Motorische-Entwicklung“, als auch für die Abschlussklassen der Oberschule adäquate Räume anbieten können.