Berlin.Wilhelmshaven. Der Parlamentarische Staatssekretär Christian Kühn hat heute Förderbescheide an acht KI-Projekte übergeben. Die Vorhaben der BMUV-Förderinitiative „KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen“ wurden aus insgesamt 300 eingereichten Ideen ausgewählt. Nach der geförderten Konzeptphase werden die Projekte nun dabei unterstützt, ihre Ideen in die Praxis umzusetzen. Das Fördervolumen beträgt insgesamt rund 19 Millionen Euro. Mit der Initiative „KI-Leuchttürme“ fördert das Bundesumweltministerium innovative Projekte, die Künstliche Intelligenz einsetzen, um ökologische Herausforderungen zu bewältigen.
„Künstliche Intelligenz ist ein Chancentreiber für den Umwelt- und Klimaschutz. Mit ihren kreativen Ansätzen zeigen die ausgezeichneten Projekte in vorbildlicher Weise, wie digitales Know-how konkrete Verbesserungen schafft: KI-basierte Anwendungen helfen, Tourismus nachhaltiger zu machen. Sie sorgen für mehr Ressourceneffizienz in der Abfallwirtschaft, unterstützen den Kampf gegen Meeresmüll oder verringern den Bedarf an Pflanzenschutzmitteln", sagt der Parlamentarische Staatssekretär Christian Kühn.
"In der ersten Förderrunde haben die Projekte bewiesen, dass ihre Ideen und Konzepte praxisnah, umsetzbar und wertvoll sind. Das BMUV unterstützt sie nun dabei, ihre Visionen auch wirklich in die Praxis umzusetzen.“
Parlamentarischer Staatssekretär Christian Kühn
An der Jade Hochschule wird das Projekt PlasticObs_plus gemeinsam mit den Projektpartnern Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Optimare Systems GmbH und der everwave GmbH mit einer Fördersumme von 1.919.637,35 Euro und einer Laufzeit vom 1.April 2022 bis 31. März 2025 gefördert.
Die Bilder von Meerestieren, die in Plasikmüll festhängen oder von vermüllten Stränden sind gegenwärtig. Plastikmüll in Gewässern und im Meer ist ein drängendes globales Umweltproblem. Um die Verschmutzung gezielt zu bekämpfen, müssen die Quellen, Verbreitungswege und Ansammlungspunkte des Mülls bekannt sein.
Ein vielversprechender Ansatz ist die Fernerkundung, die bereits für die Einschätzung von Ölverschmutzungen verwendet wird. Dazu werden Fluggeräte eingesetzt, die mit spektralen und bildgebenden Sensoren ausgestattet sind. Diese Technologie lässt sich auf die Erfassung von Plastikmüll übertragen, ist aber für diesen Anwendungsfall bislang noch wenig erprobt.


