Wie eine Wärmewende im Nordwesten zum Erreichen der Klimaziele der Bundesregierung beitragen kann, ist Thema des jetzt gestarteten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes „Wärmewende Nordwest“ von der Jade Hochschule und 20 weiteren Partnern aus der Region. „Die Energiewende ist in den letzten Jahren enorm vorangeschritten, allerdings stand hierbei der Einsatz von erneuerbaren Energien im Stromsektor mehr im Fokus“, sagt Prof. Dr. Sascha Koch, der ein Teilprojekt an der Jade Hochschule leitet. „Die Raumwärme, die Prozesswärme und das Warmwasser machen in Deutschland ungefähr die Hälfte des Energieverbrauchs aus, daher untersuchen wir in unserem Projekt verstärkt den Wärmesektor“. So müsse der Wärmeverbrauch insgesamt reduziert werden, wobei die Sanierung von Gebäuden und deren Digitalisierung eine zentrale Rolle spielen würden.
Der Klimaschutzplan der Bundesregierung strebt einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 an. „Um dieses Ziel erreichen zu können, werden Strategien zur Gebäudesanierung im Bestand sowie anspruchsvolle Standards für Neubauten benötigt. Zudem müssen auf fossilen Energiequellen basierende Heizungssysteme ersetzt oder bei Neubauten generell vermieden werden“, sagt der Experte.

Wissens- und Technologietransfer katrin.keller@jade-hs.de





