Bei einer auf Wind- und Sonne basierenden nachhaltigen Stromversorgung wird es immer wichtiger, kurzfristige Stromschwankungen durch Reserven ausgleichen zu können.
„Unternehmen, die regenerative Energien für die Stromerzeugung nutzen, stehen oft vor der Herausforderung kurzfristige Leistungsschwankungen kompensieren zu müssen“,
sagt Prof. Dr. Karsten Oehlert, Projektleiter an der Jade Hochschule. Er und sein Team möchten durch Windstrom erzeugten Wasserstoff dafür nutzen, die Leistung von bestehenden Gas-und-Dampf-Kombikraftwerken zu steigern. Hierfür entwickeln die Wissenschaftler einen Wasserstoff-Sauerstoff-Brenner, der direkt in der Dampfturbine temporär zusätzliche Leistung und damit Strom erzeugt. Die Entwicklung des Brenners wird durch Simulationen geplant. Im hauseigenen Windkanal sollen die mathematischen Modelle überprüft werden.
„Wilhelmshaven ist durch die küstennahe Lage und der damit einhergehenden hohen Dichte an windenergieerzeugender Produktion prädestiniert für die Entwicklung innovativer Ideen zur nachhaltigen Energieerzeugung und -nutzung“, sagt Oehlert, Prodekan für Forschung und Technologietransfer am Fachbereich Ingenieurwissenschaften. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Projekt einen Beitrag zur Energiewende mit besonderem Fokus auf unseren regionalen Ressourcen leisten können.“