Beschreibung
Viele Mädchen wenden sich während der Adoleszenz von mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern ab. Selbst bei guten Leistungen schätzen sie ihre Fähigkeiten in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern niedriger ein als Jungen. Das wirkt sich auf die Wahl der Leistungskurse aus. Die Leistungsfachwahlen haben wiederum einen hohen Einfluss auf die spätere Studienfachwahl. Der sich bereits abzeichnende Fachkräftemangel im naturwissenschaftlich-technischen Bereich erfordert jedoch eine Steigerung des Studierendenpotentials. Im Rahmen des Projektes sollen die (Bedingungs-)Faktoren der geschlechterstereotypen Interessensausrichtungen von Schülerinnen zu Beginn der Adoleszenz näher betrachtet und analysiert werden. Der Fokus der Untersuchung liegt auf den potentiellen Wirkungen in der nachhaltigen Interessensentwicklung, die durch ein regelmäßiges technisches Angebot zum Thema Geoinformationssysteme (GIS-AG) unterstützt werden sollen. GI-Systeme sind in hohem Maße geeignet, Schülerinnen Technik zu vermitteln, weil sich vielfältige Bezüge zur eigenen, unmittelbaren Erfahrungswelt herstellen lassen. Zum einen gehören GI-Technologien in Form von Navigationssystemen und Earth Viewern vielfach bereits zum Alltag. Zum anderen können damit beliebige Fragestellungen mit Bezug zum eigenen räumlichen Umfeld bearbeitet werden. Insbesondere Mädchen lassen sich weniger durch die Technik als Selbstzweck, als vielmehr über einen lebensweltlichen Bezug für technische Anwendungen motivieren.
