Abstract

Zur Reduzierung des Berichtsaufwands, aber auch zur Verwendung für strategische Analysen wurde, angetrieben vom Wissenschaftsrat, der Kerndatensatz Forschung (KDSF) als Standard für Forschungsinformationen entwickelt. In 2015 veröffentlicht, liegt er seit 2021 in der überarbeiteten Version 1.2 vor. In seiner Stellungnahme zur Einführung betont der Wissenschaftsrat 2020 den Nutzen für Hochschulen, um die eigene Steuerungsfähigkeit zu verbessern.

Die Masterarbeit geht der Frage nach, welche Relevanz eine Spezifizierung von Forschungsinformationen gemäß Kerndatensatz Forschung als Instrument für die strategische Weiterentwicklung von Hochschulen in der Praxis aktuell hat. In einer qualitativen Interviewstudie wurden hierzu Gespräche mit sieben Expert*innen aus sechs verschiedenen Hochschulen geführt und ausgewertet.

Die Ergebnisse zeigen, keine der befragten Einrichtungen hat den KDSF bisher vollumfänglich implementiert. Dadurch, dass sich der KDSF als Standard für Abfragen bisher noch nicht etabliert hat, wird die Notwendigkeit für eine (schnelle) Umsetzung von den Interviewten nicht gesehen. Ein zentraler Befund der Interviews ist, dass ein Nutzen für strategische Anwendungen außerhalb eines Benchmarkings nicht gesehen wird. Strategische Analysen und Überlegungen können sich auf vorhandene Forschungsinformationen stützen – unabhängig davon, ob sie der Definition des KDSF unterliegen. Mehr als der KDSF bietet hierzu ein Forschungsinformationssystem Unterstützungspotenzial.

Publikationsdetails

Autor_innen
Publikationsjahr

2023

Verlag

Zenodo

DOI