Abstract
In Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE) ist die Einbindung unterschiedlicher Dialog- und Personengruppen zentral, da sie die Relevanz, Qualität und Übertragbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse stärkt. Dennoch sind verschiedene Gruppen häufig unterrepräsentiert, u. a. aufgrund fehlender Ressourcen, institutioneller und kommunikativer Barrieren. Ziel der Handreichung ist es daher, auf Basis des TIBaR-Modells nach Kammerer et al. (2019) Strategien für den Zugang und die Rekrutierung aus einer interdisziplinären Perspektive darzustellen und in eine Ausfüllhilfe zu überführen, um die Beteiligung verschiedener Gruppen in FuE zu fördern. Die Entwicklung erfolgte im Rahmen der AG „Partizipative Forschung“ der Abteilung Technik und Gesundheit für Menschen (TGM) im Projekt Data-Driven Health (DEAL). Grundlage für die konkreten Strategien bildete eine strukturierte Reflexion von Erfahrungen entlang der vier Stufen: 1.) Vertrauen aufbauen, 2.) Anreize anbieten, 3.) individuelle Barrieren identifizieren und 4.) reaktionsfähig sein.