Abstract
Das Infrastrukturelle Facility Management (IFM) stellt gemeinsam mit dem technischen, kaufmännischen und flächenbezogenen Facility Management eine zentrale Säule der operativen Immobilienbewirtschaftung dar. Es umfasst sämtliche nicht-technische Dienstleistungen, die zur Werterhaltung, Nutzungsqualität und Betriebssicherheit von Gebäuden beitragen. Trotz dieser Vielschichtigkeit wird das IFM in der öffentlichen Wahrnehmung häufig auf das Bild des „Hausmeisters“ reduziert – eine Sichtweise, die der realen Komplexität nicht gerecht wird.
Das folgende Kapitel beleuchtet daher die Grundlagen und Aufgaben des IFM im Kontext von Gebäuden und deren Nutzung, ordnet dessen Relevanz innerhalb der Immobilienwirtschaft ein und betrachtet vertiefend zentrale Facility Services wie Hausmeisterdienste, Reinigungs- und Pflegedienste, Sicherheitsdienste und Winterdienste. In diesem Zusammenhang werden auch aktuelle Entwicklungen im Bereich digital gestützter Smart Services, die durch Internet of Things (IoT), Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik neue Möglichkeiten der Automatisierung und Effizienzsteigerung schaffen, und der Einfluss auf die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen beleuchtet.
Der Ausblick auf die zukünftige Rolle des IFM im Spannungsfeld von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und dem steigenden Anspruch an nutzerorientierte Dienstleistungen rundet das nachstehende Kapitel ab.