Abstract
Bisher ist wenig darüber bekannt, wie wichtig einzelne Reha-Komponenten (RK) aus Patientensicht sind, welche Faktoren die subjektive Beurteilung beeinflussen und ob es einen Zusammenhang zu dem wahrgenommenen Reha-Erfolg gibt. Daher wurde eine Sekundärdatenanalyse der Antworten von 759 Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder Asthma bronchiale vorgenommen, deren Einschätzung der Wichtigkeit verschiedener RK jeweils am Ende ihrer Reha dokumentiert worden war. Die Daten wurden im Rahmen unserer Studie „Prospektive Katamnesestudie zur Asthma-Rehabilitation“ (ProKAR) und „Routinemäßiges Inspirationsmuskeltraining in der COPD-Rehabilitation“ (RIMTCORE) erhoben. Zwischen Asthma- und COPD-Patienten zeigten sich Unterschiede in der Bewertung der Wichtigkeit der RK. Zudem wurde die Einschätzung durch personenbezogene Merkmale wie Geschlecht, Komorbiditäten, Lebensqualität und der wahrgenommene Erfolg der „Reha als Ganzes“ beeinflusst. Insgesamt wurden alle RK in leicht unterschiedlicher Ausprägung als wichtig empfunden. Dieses entspricht auch dem multimodalen Konzept der Reha, deren Komponenten sich gegenseitig ergänzen. Eine besondere Stärke dieser Untersuchung liegt in ihrem explorativen Charakter auf statt in dem Gebiet der subjektiven Therapiebeurteilung.