Fachbereich auf der Messe „SMM 2026“
Mit dem Forschungsprojekt „Eco-Crossing“ war die Jade Hochschule auf der SMM 2026 in Hamburg vertreten. Auf der internationalen Leitmesse der maritimen Wirtschaft präsentierte das Projektteam seinen Ansatz für einen energieeffizienteren Fährbetrieb einem internationalen Publikum.

Vom 1. bis 4. September 2026 brachte die SMM (ehemals „Shipbuilding, Machinery & Marine Technology“) in Hamburg Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Fachleute aus der internationalen maritimen Branche zusammen. Die Jade Hochschule war dort mit dem Forschungsprojekt „Eco-Crossing“ auf dem Gemeinschaftsstand der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vertreten.
Für das Projektteam bot die Messe die Gelegenheit, das Projekt „Eco-Crossing“ einem breiten Publikum vorzustellen und mit Vertreterinnen und Vertretern aus Schifffahrt, Wissenschaft und maritimer Wirtschaft ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt standen dabei der fachliche Austausch sowie neue Kontakte rund um die Themen nachhaltige Schifffahrt, Digitalisierung und künstliche Intelligenz.
Eco-Crossing beschäftigt sich mit der Frage, wie Fähren mithilfe intelligenter Routenoptimierung energieeffizienter betrieben werden können. Dafür entwickelt die Jade Hochschule – vertreten durch die Fachbereiche Seefahrt und Logistik aus Elsfleth und Ingenieurswissenschaften aus Wilhelmshaven – gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) ein Assistenzsystem, das unter anderem Strömungs-, Wetter- und Schiffsdaten berücksichtigt. Auf dieser Grundlage soll der Schiffsführung eine möglichst verbrauchsarme Route vorgeschlagen werden.
Das Projekt wird in Kooperation mit dem Fährunternehmen Fähren Bremen-Stedingen (FBS) durchgeführt. Hierzu wurde die Fähre „Farge“ in der ersten Projektphase mit entsprechender Sensorik ausgestattet. In der zweiten Projektphase wird das Display für den Fährkapitän installiert und anschließend untersucht, ob und in welchem Umfang dadurch eine Reduzierung des Treibstoffverbrauchs erzielt werden konnte.
Der Auftritt auf der SMM ermöglichte es dem Projektteam, den aktuellen Stand des Vorhabens über das unmittelbare Forschungsumfeld hinaus sichtbar zu machen. Gleichzeitig bot die Messe Raum für Gespräche über mögliche Einsatzfelder und die Anforderungen der maritimen Praxis.
Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt läuft noch bis September 2027. In den kommenden Monaten wird das entwickelte System unter realen Bedingungen auf der Weser erprobt. Die Erkenntnisse aus Forschung, Praxistests und dem Austausch mit der maritimen Branche sollen dazu beitragen, das Assistenzsystem weiterzuentwickeln.