Die Trends Urbanisierung und Digitalisierung

Aktuelle Forschungen in der Trendentwicklung zeigen deutlich die zunehmende Urbanisierung und Digitalisierung. Im Alltag ist die Digitalisierung sehr deutlich, jedoch haben diese Trends auch auf den Bau- und Immobilienbereich große Auswirkungen und setzt sie damit vor immer neue Herausforderungen.

Um entsprechende Prozesse in digitale Abläufe zu implementieren, müssen neue Maßstäbe im Denken und im Umgang mit ebendiesen Prozessen gesetzt werden, was Gegenstand unserer Forschung ist. Ein weiterer Ansatzpunkt neben der Forschung ist die Sensibilisierung der Studierenden für die zunehmende Digitalisierung der Bauwelt.

Aber auch die Urbanisierung hinterlässt zunehmend Spuren im Alltag. So müssen europaweit neue Konzepte und Anreizsysteme für ländlich geprägte Regionen erforscht und entwickelt werden, die mit abnehmenden Bevölkerungszahlen und dadurch zurückbleibenden Immobilien zu kämpfen haben.

Sicht der Auftraggeber_innen

  • Projektmanagement
  • Projektorganisation
  • Unternehmens- und Projektcontrolling
  • Projektsteuerung/-überwachung
  • Projektrisikomanagement
  • Projektprozessmanagement
  • Führung
  • Management
  • Projektentwicklung
  • Facility Management
  • Berichtswesen

Sicht der Auftragnehmer_innen

  • Organisation
  • Prozessmanagement
  • Informationsmanagement
  • Unternehmens- und Projektcontrolling
  • Risikomanagement
  • Kalkulation
  • Berichtswesen
  • Leistungsmeldung
  • Baubetrieb

IT

  • Business Intelligence
  • ERP-Systeme
  • Softwaresysteme für BIM

Auswahl

  • Daten und Informationen, die entlang der Wertschöpfungskette von Bauunternehmen entstehen und genutzt werden, rücken im Zuge der Digitalisierung in den Vordergrund. Aus diesem Grund hat auch deren Management einen immer höheren Stellenwert, nicht zuletzt auch durch die enorme Menge der anfallenden Daten. Der Begriff des Managements impliziert in diesem Zusammenhang vor allem die 1-fache Eingabe von Daten und deren effektive Weiterverwendung entlang des Wertschöpfungsprozesses. Interne Datenquellen bei Bauunternehmen sind, unter dem Ansatz einer künstlichen Trennung, sowohl „technische“ als auch „kaufmännische“ Abteilungen. Es sei an dieser Stelle als Beispiel der Informationsbedarf für Kosten-Soll-Ist-Vergleiche genannt. Die Plan-/Soll-Kosten nach Kostenarten stammen während der Bauausführung aus der mitlaufenden Kosten-Prognose-Kalkulation. Ist-Kosten hingegen können nur in der Buchhaltung erfasst werden. Es wird ersichtlich, dass eine in sich abgestimmte Unternehmens-IT-Struktur eine Grundvoraussetzung darstellt.

    Des Weiteren veranschaulicht das vorangegangene Beispiel die Interdependenzen der verschiedenen bauspezifischen Fachabteilungen sowie das Erfordernis eines durchgängigen konsistenten Datenmanagements, basierend auf bidirektionalen Schnittstellen. Das Ziel der nachfolgenden Forschungsschwerpunkte ist einerseits die Entwicklung und Standardisierung von IT gestützten bauspezifischen Prozessen, andererseits die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Vernetzung innerhalb der Bauunternehmung.

  • Einhergehend mit der zunehmenden Komplexität und Digitalisierung von Bauprozessen ist einer der wichtigsten Faktoren bei der erfolgreichen Umsetzung von Bauvorhaben die Projektkultur, die durch die Führung und die Mitarbeiter geprägt wird. Unterschiedliche Zielstellungen und Motivationen treffen in Projekten mit vielen Projektbeteiligten aufeinander, die es durch eine korrekte konzeptionelle und strukturierte Handlungsgrundlage in Einklang zu bringen gilt. Als Forschungsschwerpunkt ist in diesem Bereich die Ausarbeitung einer Handlungsempfehlung zur Berücksichtigung des Menschen als Bauprojektbeteiligten das Ziel.

  • Der demografische Wandel und der Trend der Urbanisierung bewirken in vielen ländlich geprägten Gebieten Deutschlands abnehmende Bevölkerungszahlen. Als Folge davon steigt der Bestand an leerstehenden und damit auch vernachlässigten Immobilien in diesen Regionen. Viele Kommunen klagen über nachlassende Preise und einem Überangebot.

    Die vernachlässigten Immobilien sind damit nicht nur ein Problem der Eigentümer, sondern auch der Gemeinden. Sogenannte „Schrottimmobilien“ beeinträchtigen Straßenbilder und haben negative Auswirkungen auf die Entwicklung des regionalen Immobilienmarktes und damit auch auf die Entwicklung der betroffenen Orte. Das Ziel ist die Erarbeitung verschiedener Strategien, einerseits zur Vermeidung der Abwanderung und andererseits zum Umgang mit den „Schrottimmobilien“.