JW: Wie sieht ein typischer Ablauf aus?
Hellwig: Im ersten Semester Medienwirtschaft & Journalismus gibt es zwei Angebote innerhalb von Lehrveranstaltungen, die eher informativen Charakter mit kleinen Übungen beinhalten. Hier geht es um Zeit- und Selbstmanagement und darum, wie das Gehirn am besten lernt. Zum Ende des Semesters machen wir dann einen Boxenstopp zum Thema Prüfungsphase, der in lockerer Atmosphäre und mit kleinen Übungen die Studierenden auf ihre erste Klausurenzeit vorbereitet. Hier ist es uns besonders wichtig, dass die Studierenden sich untereinander Tipps und Impulse geben, aber auch, dass wir für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen. Weiter geht es direkt zu Beginn des zweiten Semesters mit einem Boxenstopp Reflexion Prüfungszeit, der den Studierenden helfen soll, die eigenen Erfahrungen in der nächsten Prüfungsphase umzusetzen. Wir hoffen, dass spätestens zu diesem Zeitpunkt die hilfebedürftigen Studierenden soweit sensibilisiert sind und so viel Vertrauen in die Kolleginnen vom Lehr- und Lernzentrum haben, dass sie die Angebote dort in Anspruch nehmen. Es folgen weitere Boxenstopps im zweiten, fünften und siebten Semester.
Jähnert: Bei Stress, Angst und Nervosität zeigen wir zum Beispiel Atemübungen und Möglichkeiten, eine kurze Pause mit Bewegung und Klopfübungen zu machen. Bei Fragen zu klugem Lernverhalten stellen wir die Pomodoro-Technik und weitere Möglichkeiten der Zeiteinteilung vor. Und für den Umgang mit Konflikten in Gruppen beschäftigen wir uns mit Wegen der verbindenden Kommunikation.