Dafür erforschten sie in vier Gruppen die visuelle Kommunikation der Pinterest-Auftritte von Billabong und Puma, von der britischen und der japanischen Vogue, von Knorr und Maggie sowie von Victoria’s Secret. Die inhaltsanalytischen Studien stehen ab sofort auf der wissenschaftlichen Online-Plattform mediabrother.de allen Interessierten zur Verfügung.
„Mithilfe des Agenda Settings untersuchten die Studierenden, welche Themen Unternehmen auf ihre Tagesordnung setzen, um sie dann in den sozialen Medien zu veröffentlichen“, berichtet der Soziologe. Erkennbar war zunächst der allgemeine Effekt von sozialen Medien, nämlich dass positive Eigenschaften von Personen in den Fokus gerückt wurden. „Und genau das machen sich auch Unternehmen zu eigen“, weiß Schelske. Die Untersuchung zeigte: Individuen sollen als Markenträger fungieren. Sie helfen also dabei, die Markenbekanntheit der Unternehmen zu steigen. Und dies in der Regel ohne monetäre Gegenleistung – genau das mache die sozialen Medien für Unternehmen interessant, erklärt Schelske den Effekt.
Auch im kommenden Jahr will Schelske sein Medienforschungs-Seminar erneut anbieten. „Ich könnte mir vorstellen, dass sich sowohl Jodel als auch Snapchat für eine Untersuchung eignen.“
Pinterest ist eine internationale Social-Media-Plattform, die ihre Nutzer_innen durch „Pins“ dazu inspiriert, neue Ideen auszuprobieren. Diese sogenannten „Pins“ repräsentieren je eine dieser Ideen in Form eines Fotos, einer Bildbeschreibung und gegebenenfalls eines Links zurück zur Ursprungsquelle. Auf einer Pinnwand können diese Pins kategorisch gesammelt und veröffentlicht werden. Die Social-Media-Plattform kann also als eine Art Katalog vieler Ideen in unterschiedlichen Bereichen verstanden werden.

