JW: Welche Herausforderungen sehen Sie in den nächsten drei Jahren auf Ihren Fachbereich zukommen?
Prüser: Mit Herausforderungen umzugehen umfasst eine längere Zeitskala. Es beinhaltet die Entwicklung, das Setzen und Verfolgen von Zielen mit der Notwendigkeit der fortlaufenden Nachjustierung. So wird der nachhaltige Umgang mit den coronagetriebenen digitalen Kompetenzen in Lehre, Büroalltag und Home-Office ein bestimmendes Thema der gesamten Hochschule sein.
Die größte Herausforderung am Fachbereich ist der laufende Generationenwechsel in allen Statusgruppen. Das ist eine Riesenchance von der jede und jeder profitieren wird. Neue Kompetenzen, Ideen und Arbeitsweisen stehen zur Verfügung, Bewährtes und Innovation treten in Wechselwirkung. Aus einer geordneten Veränderung heraus werden wir unsere zukünftigen Aufgaben in Lehre, Forschung und Transfer entwickeln.
Die Jade Hochschule hat das Ziel, den Bereich der nichtärztlichen Gesundheitsberufe weiter auszubauen. Unsere forschungsstarke Abteilung Technik und Gesundheit für Menschen ist hier gesetzt. Mit acht neuen Denominationen werden weitere Kompetenzen entwickelt. Drei Professor_innen haben aktuell neu ihre Arbeit aufgenommen. Es gilt nun, die Aktivitäten geeignet zu organisieren. Das mag zu einem eigenen Fachbereich Gesundheit führen.
Anstehende größere Baumaßnahmen sind eine weitere Herausforderung für die ein „langer Atem“ und sehr kurzfristige Umsetzungen notwendig sind. Für die neuen Studiengänge Hebammenwissenschaft und Angewandte Pflegewissenschaft wird jetzt ein Skills-Lab mit einer Nutzfläche von rund 500 Quadratmeter eingerichtet. Mittelbar stehen die Sanierungen des Kellergeschosses im Hauptgebäude, des Gebäudes „Auguststraße“ und der Metallbauwerkstatt an. Der Fachbereich Architektur plant mit uns vor dem Parkhaus des Evangelischen Krankenhauses ein gemeinsames Werkstattgebäude. Der Bedarf für ein Laborgebäude der Abteilung Bauwesen ist angemeldet.
JW: Was wünschen Sie sich für Ihre Amtszeit?
Prüser: Ich wünsche uns allen Gesundheit und dass uns bei allem notwendigen Verwaltungshandeln die Neugier niemals verloren geht. Und einen Zustand, den Peter Maffay im Lied Nessaja aus Tabaluga und Lilli mit „irgendwo tief im mir bin ich ein Kind geblieben“ beschreibt.