Persönliches
Eigentlich wollte ich zu zunächst Geige und danach erst Architektur studieren. Der Wehrdienst, obwohl im Musikkorps, hat mich damals vollkommen ausgebremst. Und ich denke, dass es auch nicht wirklich gereicht hätte. Ähnlich ging es mir mit Handball in Flensburg. Das spiele ich nicht mehr, aber ich liebe klassische Musik nach wie vor.
Musik und Architektur haben etwas gemeinsam: Komposition, Proportion, Harmonie, Rhythmus, Ästhetik oder Anmutung; und das mit dem ÜBEN natürlich. Wer übt, kann und muss lernen, Kritik auszuhalten; es ist gut, sich selbst einschätzen zu lernen.
Mein Vater und Großvater waren auch beide Architekten – unser Haus war und ist voller Zeichnungen, Skizzen, die Lampen sind dänische Klassiker. So bin ich in aufgewachsen – vom Esszimmer kann man die Ostsee sehen und meine Schule heißt tatsächlich „Fördegymnasium Flensburg“. Dann Wehrdienst, Studium, Tätigkeiten irgendwo auf der Welt, Büro in Hannover und schließlich Oldenburg, aber das kann man woanders genauer lesen.
18 Jahre war ich in Hannover Kirchenvorsteher in einem Kirchenvorstand. Eine für mich bedeutende Zeit des christlichen, kulturellen, musikalischen und vor allem persönlichen Austausches und vieler Freundschaften. Musik in der Kirche ist das Größte und Johann Sebastian Bach mein Lieblingskomponist. Einige Jahre war ich zudem Vorsitzender eines Vereins zur Förderung und Erhalt der synagogalen Musik, wieder interessante Schnittmengen: Jüdische und christliche Musik haben vielfältige manchmal überraschende Gemeinsamkeiten und wir kennen so wenig davon – wie Salomon Sulzer oder Louis Lewandowski.
Meine Frau ist auch Architektin, aber keiner unserer drei Söhne macht Architektur, es wäre die 4. Generation! Sie bauen lieber Maschinen, „beschreiben“ die Welt und suchen im Ausland nach Quanten und das ist auch gut.
Prof. Jens Peter Thiessen