Parchow: Die Soziale Arbeit ist für mich in der heutigen Zeit, die unter anderem aufgrund nationaler und globaler Konflikte sowie zunehmender sozialer Ungleichheit von vielerlei Unsicherheiten und Transformationen geprägt ist, vielleicht die wichtigste Profession überhaupt. In einer zunehmend komplexen Welt bietet sie Menschen Unterstützung, setzt sich für benachteiligte Gruppen ein, schützt diejenigen, die auf Hilfe angewiesen sind, und mischt sich sozialpolitisch für eine gerechtere Gesellschaft ein. Damit sozialarbeiterische Fachkräfte diese komplexen Aufgaben souverän meistern können, benötigen sie eine fundierte theoretische, methodische und praktische Ausbildung. Dazu möchte ich beitragen, indem ich in der Lehre verschiedene Schwerpunkthemen, etwa zum professionellen und methodischen Handeln von Sozialarbeiter_innen in verschiedenen Praxis- und Handlungsfeldern behandle.
Meine Forschungsschwerpunkte liegen in der Kinder- und Jugendhilfe und hier vor allem auf den Hilfen zur Erziehung. Seit Längerem beschäftige ich mich daneben zudem mit Menschen in multikomplexen prekären Lebenslagen und widmet mich insbesondere den Themen Obdach- und Wohnungslosigkeit sowie Armutsfolgen.