JW: Mit welchen Erwartungen und Vorstellungen treten Sie die Professur an?
Schneider: Ich freue mich auf wissbegierige Studierende, die Interesse haben, die vielen Facetten der Medizintechnik kennenzulernen und möchte diesen das Arbeiten in interdisziplinären Teams, auch mit Medizinern, über praxisorientierte Lehre näherbringen. Daher sind mir Kooperationen innerhalb der Hochschule als auch mit den umliegenden Kliniken und der Industrie enorm wichtig, auch um gemeinsame Forschungsvorhaben durchzuführen.
JW: Welche Schwerpunkte möchten Sie in Lehre und Forschung setzen?
Schneider: Wie sich aktuell durch die Covid-19-Pandemie gezeigt hat, wird die Telemedizin zukünftig eine immer größere Rolle spielen. Ein Schwerpunkt meines Forschungsfokus wird sich daher mit verschiedenen Fragestellungen zur telemedizinischen Diagnostik und Konsultation beschäftigen. Aber auch die Ausbildung von Medizinern soll hier mit betrachtet werden, insbesondere wenn der Zugang zum Operationssaal für Ausbildungszwecke limitiert wird.
Ein weiterer Schwerpunkt wird die Fortführung meiner Arbeiten an der TU München sein: Hier habe ich mich viel mit der Erfassung und Analyse von Prozessen im Operationssaal beschäftigt, um datenbasiert zum Beispiel im genau richtigen Zeitpunkt den nächsten Patienten zu bestellen. Dies möchte ich hier an der Jade Hochschule fortführen und auch in anderen medizinischen Disziplinen beforschen.