Wilhelmshaven. „Wissen weiterzugeben, hält mich jung“, sagt Elmar Schreiber. Der Gründungspräsident der Jade Hochschule verabschiedet sich nach einem arbeitsreichen Leben mit vielen Stationen auf der Welt in den Ruhestand. Dass die Vorlesungen ihm immer besonders viel Spaß gemacht haben, resümiert er, und sie hätten ihm geholfen, darüber nachzudenken, wo sich das Leben der jungen Menschen abspielt. Nach über 48 Jahren im hochschulwissenschaftlichen Kontext zeigt sich: Ganz zu Beginn war der Plan ein anderer.
Während seines Abiturs fasste Elmar Schreiber die Idee, Zahnmedizin zu studieren – bis eine Lufthansa-Anzeige seine Pläne auf den Kopf stellte. Beim Assessment-Center für die Suche nach Piloten in Fuhlsbüttel hielt er bis kurz vor dem Ende durch. Dann teilte man ihm mit, dass seine Ergebnisse im Flugsimulator nicht ausreichend waren. „Es ist gut, dass es so gekommen ist“, sagt er heute.
1977 nahm er sein Studium in Paderborn an der neu gegründeten Gesamthochschule-Universität auf, die damals zwischen einer Fachhochschule und einer Universität einzuordnen war. Die Politik wollte mehr Menschen ein Studium ermöglichen – doch Universitäten leisteten eher Widerstand. „Fachhochschulen sind meiner Meinung nach ein sehr erfolgreiches Konstrukt, was sich nicht nur daran zeigt, dass es in Deutschland mehr Fachhochschulen als Universitäten gibt.


