• Die Schifffahrt stellt bereits heute einen der ressourceneffizientesten Verkehrsträger dar. Das Verkehrsaufkommen auf den Meeren steigt aber zukünftig weiter, höhere Anforderungen werden an eine umweltverträgliche Schifffahrt gestellt und nicht zuletzt muss ein Beitrag zur Einhaltung der weltweiten Klimaschutzziele geleistet werden. Auf dem Weg zum Null-Emissionen-Schiff sind noch große Herausforderungen zu überwinden, es gibt jedoch Lösungsansätze, wie ein nahezu emissionsfreier Seeverkehr in der Zukunft erreicht werden könnte. Einige davon wurden gestern bei der Veranstaltung „Zero Emission Shipping“ in der Alten Fleiwa in Oldenburg vorgestellt und diskutiert.
     

    „Automatisierung und Digitalisierung in der Seeschiffahrt haben einen unmittelbaren ökologischen Einfluss. Stärker digitalisierte Schiffe werden sehr viel sparsamer, umweltschonender und sicherer sein - und damit grüner.““

    Prof. Dr. Klaus-Jürgen Windeck
    Fachbereich Seefahrt und Logistik der Jade Hochschule

    Wissens- und Technologietransfer katrin.keller@jade-hs.de

    Katrin Keller

    90 Prozent des globalen Warenaustausches erfolgen über die Weltmeere mit über 36.000 Handelsschiffen. Wegen des steigenden Verkehrsaufkommens auf den Meeren steht der Umweltschutz zunehmend im Fokus. Ziel von „GreenShipping“ ist es, die negativen Auswirkungen des Schiffsverkehrs auf die Meeres-Umwelt zu minimieren. Foto: pexels
    90 Prozent des globalen Warenaustausches erfolgen über die Weltmeere mit über 36.000 Handelsschiffen. Wegen des steigenden Verkehrsaufkommens auf den Meeren steht der Umweltschutz zunehmend im Fokus. Ziel von „GreenShipping“ ist es, die negativen Auswirkungen des Schiffsverkehrs auf die Meeres-Umwelt zu minimieren. Foto: pexels

    Die Veranstaltung wurde gemeinschaftlich durch die Partner des Kompetenzzentrums GreenShipping Niedersachsen, die MARIKO GmbH, das Maritime Cluster Norddeutschland e. V., die Jade Hochschule, die Hochschule Emden/Leer und durch das OFFIS Institut für Informatik e. V. organisiert. Im Fokus standen insbesondere laufende Entwicklungsprojekte, die vom Kompetenzzentrum initiiert oder von den Partnern bearbeitet werden. Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, fasste in seiner Begrüßungsrede diese Tätigkeiten wie folgt zusammen: „Das Kompetenzzentrum GreenShipping Niedersachsen nimmt eine Leuchtturmfunktion ein. Es zeigt, wie angewandte Forschung realisiert werden kann. Durch die enge Verzahnung von Forschung und Vernetzung leistet es anwendungsorientierte Pionierarbeit – von diesem Transfer profitieren Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen.“

    Dr. Niels Kämpny, Abteilungsleiter des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, betont: „Das Thema der heutigen Veranstaltung ‚Zero Emission Shipping‘ trifft den Nerv der Zeit. Der Umweltschutz in der Schifffahrt hat einen hohen Stellenwert. Die heutigen Programmpunkte zeigen die hohe Kompetenz der niedersächsischen Wirtschaft, in der Entwicklung alternativer Antriebskonzepte, umweltfreundlicher Brennstoffe und innovativer Assistenzsysteme, die es weiter zu erforschen gilt.“

    Der Lokalsender Oldenburg Eins berichtet über die Tagung:

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    Über das Kompetenzzentrum GreenShipping Niedersachsen

    Sich verschärfende Ziele zur Reduktion von schädlichen Emissionen und Umwelteinflüssen werden in Zukunft immer stärkeren Einfluss auf das Design, den Bau und den Betrieb von Schiffen nehmen. Das Kompetenzzentrum GreenShipping Niedersachsen unterstützt niedersächsische Unternehmen auch unter diesen Bedingungen wettbewerbsfähig zu bleiben und gleichzeitig einen Beitrag zur Erreichung der Emissionsreduktionsziele zu leisten. Das Kompetenzzentrum wird als Projekt durch das Land Niedersachsen finanziert.