Begegnung mit der Natur
Der Fokus der ersten Exkursion lag auf der Wiesenpädagogik, einer innovativen pädagogischen Methode, die Natur- und Umweltbildung praxisnah erlebbar macht. Die Teilnehmer_innen beschäftigten sich intensiv mit der Wildkräuterkunde, genossen die Einfachheit ursprünglicher Essenszubereitung über dem offenen Feuer und tauchten in die Welt der Wildniserfahrungen ein, gekrönt von einer Übernachtung unter freiem Himmel. Diese unmittelbaren Naturerfahrungen wurden durch Wahrnehmungsübungen wie den "Silent Walk" und Gehmeditation ergänzt, die entschleunigen und die Sinne schärfen.
Kreative Ritualarbeit und persönliche Ausdrucksformen
Ein besonderes Highlight war die naturverbundene Ritualarbeit, die die Studierenden einlud, sich mit sich selbst und ihrer eigenen Spiritualität auseinander zu setzen.
Dazu gehörte das individuelle Gestalten von Kraftobjekten aus Naturmaterialien. Ein Kraftobjekt bedeutet, einen Gegenstand zu schaffen, der den Studierenden Ruhe, Energie und Stabilität spendet, indem beim kreativen Erstellen eine persönliche Bedeutung hineingelegt wurde. Das Landart als Methode der Reflexion wurde als Gruppenaufgabe als Abschluss der dreitägigen Veranstaltung in „Imkes Glücksgarten“ am Schlafplatz erstellt.
“Die Wiesenexkursion hat mir gezeigt, wie ich selbst mit der Natur wachsen kann und wie viele verschiedene Möglichkeiten die Umwelt für die spätere Arbeit als Sozialarbeiterin bietet.”
Clarissa, 23 Jahre, 5. Semester
Praxisnahe Bildung trifft auf persönliches Wachstum
Diese Selbsterfahrung bot den Studierenden der Sozialen Arbeit neben dem Erweitern eigener Grenzen auch ein in unserer Zeit immer wertvolleres Innehalten, Ruhe aushalten und genießen lernen. Zudem wurden Methoden und Ansätze vermittelt, die sie in ihrer zukünftigen Berufspraxis an vielen Stellen anwenden können. Die Studierenden erlernten die Identifikation der wichtigsten heimischen Wildkräuter und deren Verwendung, was sie in vielfältig gestalteten Herbarien zeigten.