JW: Herr Gudenkauf, Herr Kress: Was sind Ihre Forschungsziele im Projekt EDNA und wie ist der aktuelle Stand Ihrer Forschung?
Unsere Forschung konzentriert sich auf innovative Lösungen zur Förderung einer nachhaltigen Fertigung und Steuerung. Insbesondere analysieren wir im Krone-Werk Brüggen in Herzlake bahnbrechende Ansätze zur Integration von sogenannten IoT-Brokern in die Produktionsprozesse. Unser Ziel ist es, die Ereignisdaten der Maschinenebene flexibel mit der Entscheidungsebene der betrieblichen IT zu verbinden und anpassbar zu gestalten. Dies ermöglicht die bedarfsgerechte Nachverfolgung, Sammlung und Bereitstellung relevanter Informationen über alle Fertigungsebenen hinweg.
Ein konkretes Beispiel ist die Aggregation von Kennzahlen zur Erfüllung der EU-Richtlinien für Nachhaltigkeitsreporting (European Sustainability Reporting Standard, ESRS). Dies stellt in herkömmlichen Werken eine Herausforderung dar, da der Aufwand zur Anpassung fest verdrahteter Kommunikationswege immens ist und schnell den Überblick verlieren lässt. Durch unsere Forschung wird nicht nur die ökologische Bilanz verbessert, sondern auch die Wirtschaftlichkeit der Produktion gesteigert.
Gleichzeitig betonen diese Fortschritte die Notwendigkeit, das Controlling von Kennzahlen im Bereich Nachhaltigkeit ganzheitlich zu betrachten. Neben der technischen Entwicklung forschen wir daher intensiv an umfassenden Konzepten zum Thema Nachhaltigkeitsreporting, um Unternehmen eine integrative Perspektive zu bieten.