JW: Was war Ihr persönliches Highlight an der Hochschule?
Ratzke: Die Tätigkeiten in unterschiedlichen Bereichen der Jade Hochschule, insbesondere aber im Forschungsmanagement, haben jedes in sich Highlights mit sich gebracht, die mir in Erinnerung geblieben sind.
Mit dem damaligen Vizepräsidenten für Forschung, Technologietransfer und Gleichstellung (unserem heutigen Präsidenten) konnte ich zum Beispiel die EU-Förderlinie „INTERREG“ an der Hochschule einführen und etablieren, in der die Hochschule seitdem dauerhaft erfolgreich in Projekten zu unterschiedlichsten Themen vertreten ist. In dieser Phase konnte ich meine in der Privatwirtschaft erworbenen Projektmanagementkompetenzen sowie die im internationalen Business Development erworbenen interkulturellen Kompetenzen in die Projektarbeit einbringen.
Auch die Evaluation der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen zur Forschung an den Fachhochschulen ist mir nachhaltig in Erinnerung geblieben. Die in den Jahren 2014 bis 2016 erstellten umfangreichen Selbstberichte haben dazu geführt, dass die Hochschule zum ersten Mal einen vollumfänglichen und strukturierten Überblick über die an der Hochschule verankerten Forschungsleistungen erlangte und bildeten gleichzeitig die Basis für das zwischenzeitlich an der Hochschule eingeführte Forschungsinformationssystem (FIS).
Fehlen darf bei den Highlights aus meiner Sicht natürlich auch das Projekt „Innovative Hochschule Jade-Oldenburg! – IHJO“ nicht. Dieses im Rahmen einer Exzellenzförderung des BMBF für den Technologietransfer realisierte 5-jährige (2018 – 2022) Kooperationsprojekt mit der Universität Oldenburg und einem Gesamtvolumen von 10,9 Mio. Euro eröffnete die Möglichkeiten zur Entwicklung und Umsetzung von Transferformaten mit der Zivilgesellschaft, insbesondere mit Unternehmen und Schulen, die größtenteils nach Projektende in das Portfolio der Jade Hochschule überführt werden konnten und weiterhin für die Third Mission Aktivitäten der Hochschule genutzt werden.
Und auch der Restart der Weiterbildungsaktivitäten am ZfW nach der Coronapandemie wird mir als wesentliches Ereignis in Erinnerung bleiben. Innerhalb kurzer Zeit hat das ZfW-Team unter schwierigen Bedingungen ein Programm von mehr als 40 Veranstaltungen mit über 70 Veranstaltungstagen und mehr als 550 Teilnehmenden (im Jahr 2024) sowie entsprechenden Drittmitteleinnahmen auf die Beine gestellt.