Die Corona-Krise bietet Zeit und Anlass für Innovationen in der Lehre. Am gestrigen Donnerstag konnte die Jade Hochschule daher zeigen, dass auch eine dezentrale Vermittlung von Inhalten in hybrider Form in Echtzeit funktioniert. Lukas Nöh, Referent für öffentliche Finanzen beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, präsentierte auf Einladung von Prof. Dr. Bernhard Köster das Jahresgutachten „Corona-Krise gemeinsam bewältigen, Resilienz und Wachstum stärken“.
Um die Kontakte möglichst gering zu halten, schaltete sich Nöh per WebEx von Wiesbaden in den Hörsaal. Einige Studierende konnten – mit den Abstandsregeln konform – im Hörsaal den Ausführungen folgen, während andere Studierende und Interessierte sich online zuschalteten. Insgesamt ergab sich damit ein Auditorium von rund 50 Personen.
Inhaltlich passt dies zu den Ausführungen von Lukas Nöh, der insbesondere darauf einging, dass sich der aktuelle zweite Lockdown laut Prognose des Sachverständigenrates nicht so stark auf die Gesamtwirtschaft auswirken wird, da weite Teile der Produktion im Gegensatz zum Frühjahr diesmal nicht so stark betroffen sein werden – nicht zuletzt aufgrund der Möglichkeit der Dezentralisierung von Abläufen. Zudem war spannend zu erfahren, wie sich die Analyse wirtschaftlicher Prozesse ändert, indem jetzt auch verstärkt technische Indikatoren, wie der Stromverbrauch, Google-Suchanfragen oder Handydaten zum Nowcasting (hierunter versteht man eine statistische Vorhersage-Methode) makroökonomischer Prozesse verwendet werden. Als einen der größten Unsicherheitsfaktoren für die weitere Entwicklung im Zuge der Corona-Krise wurde die mögliche Anzahl von Firmeninsolvenzen im nächsten Jahr genannt, welcher durch das Auditorium sowohl im Hörsaal als auch im Web intensiv diskutiert wurde.
Das sagt Prof. Dr. Bernhard Köster:


