Neben EU-Allgemeinwissen zu Themen wie Gründungsidee und Historie oder Institutionen und Gesetzgebung war vor allem eine Simulation des Ministerrats eine gute Gelegenheit zu erleben beziehungsweise ein Gefühl dafür zu bekommen, was in Brüssel oder Luxemburg geschieht. In internationalen Teams erarbeiteten die Studierenden beispielsweise Positionen, welche die Entscheidungsprozesse im Ministerrat der EU simulierten und hatten anschließend Gelegenheit, über ihre Standpunkte zu verhandeln und zu einem Konsens zu kommen.
“I learned a lot about […] the EU […], this is very useful when thinking about where your vote is going to,” resümierte ein Studierender den Kurs vor allem im Hinblick auf die Europawahl Ende Mai.
Diese Form des realitätsnahen Lehrens bildete die Grundlage für eine Diskussion über die Flüchtlingskrise im EuropaPunkt in Bremen. Bei einem Besuch erläuterte EuropaPunkt Mitarbeiter Horst Seele-Liebetanz die Zusammenarbeit regionaler Vertretungen mit den europäischen Institutionen auch in Bezug auf aktuelle politische Debatten.
Der Kurs wurde vom International Office ins Leben gerufen und hat das Angebot englischsprachiger Vorlesungen maßgeblich erweitert. Austauschstudierende können so vor Beginn der Vorlesungen erste Kontakte zu anderen internationalen und deutschen Studierenden knüpfen und sogenannte Europäische Kreditpunkte (ECTS) erwerben. Im Fachbereich Ingenieurwissenschaften wurde der Kurs bereits als Schlüsselqualifikation in den Modulkatalog aufgenommen.
„Der Kurs hat eindeutig von den unterschiedlichen Perspektiven, Nationalitäten und Kulturen der internationalen Studierenden profitiert“, weiß Julia Blandfort vom International Office. Um diesen Aspekt hervorzuheben, hat das International Office seine Internationale Woche dieses Jahr unter das Motto „Together is better“ gestellt.




