Die Hochschulleitung und der Personalrat unterschrieben vergangenen Monat eine Dienstvereinbarung zur Suchtprävention und zum Umgang mit Suchtproblemen am Arbeitsplatz. Gefährdungen vorzubeugen und Unterstützung bei der Lösung von Suchtproblemen anzubieten sind zentrale Ziele der Vereinbarung.
Unterstützung wird künftig der externe Suchtberater Wilfrid Sondag bieten (derzeit kommissarisch im Amt). Er berät unabhängig, fachlich weisungsfrei und immer streng vertraulich. Die Jade Welt (JW) fragt nach...
JW: Herr Sondag, welche Aufgaben nehmen Sie als externer Suchtberater der Jade Hochschule wahr?
Sondag: Mit Sucht umzugehen, fällt vielen Menschen nicht leicht. Das Thema ist oft mit Ängsten und Scham behaftet und wird gerne verdrängt. Ein offener Umgang und Unterstützung sind in der Regel hilfreicher, als wegzuschauen und mögliche Folgen auszubaden. Wichtig ist es, klare Regeln und Grenzen zu setzen, aber auch sensibel für Mitarbeitende zu sein, die in eine Suchtfalle geraten sind.
Entsprechend sind meine Kernaufgaben als Suchtbeauftrager der Jade Hochschule sehr vielschichtig. Angefangen von der Konzipierung betrieblicher Suchtprävention und Gesundheitsförderung über die Beratung von Führungskräften im Umgang mit auffälligen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bis hin zu der Beratung von Einzelpersonen und Teams bei riskantem und missbräuchlichem Suchtmittelkonsum und suchtähnlichem Verhalten. Aber auch für kurzfristige Interventionen in Krisensituationen stehe ich zur Verfügung. Ferner liegt es in meiner Verantwortung, Informations- und Fortbildungsveranstaltungen durchzuführen und mit internen und externen Fachkräften in Gremien, Projekten und Netzwerken zu kooperieren.



