Eigenvorsorge als wichtiger Baustein
„Auch wenn die öffentliche Hand in der Verantwortung für den Katastrophenschutz steht, spielt die Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger eine entscheidende Rolle“, sagt die Projektmitarbeiterin Jenny Kebschull. Es könnten beispielsweise bauliche Vorsorgemaßnahmen ergriffen, Versorgungsvorräte angelegt oder Versicherungen abgeschlossen werden.
Insbesondere der Verlust von Sachwerten könne durch Vorsorge und richtiges Handeln drastisch reduziert werden.
Informationen von WarnApps, wie die vom Landkreis Wesermarsch genutzte KATWARN-App, können die Wetter- und Wasserstandsvorhersagen und Warnmeldungen gut ergänzen.
Insbesondere landwirtschaftliche Betriebe müssen Eigenvorsorge betreiben, um sich vor Hochwasser zu schützen. Dieser Gruppe kommt in der Wesermarsch mit 633 Rinderhaltern und über 122.000 Tieren eine besondere Bedeutung zu. Die Versorgung mit Notstrom sei für große Betriebe unabdingbar, denn ohne Strom laufen die modernen Melkmaschinen nicht und ein paar Hundert Kühe ohne moderne Technik zu versorgen sei schier unmöglich.
Die Wissenschaftler_innen und lokalen Akteure haben sowohl für alle Einwohner_innen als auch insbesondere für die Landwirte eine Handreichung zur Eigenvorsorge erarbeitet. Eine Broschüre mit allen Informationen rund um das Projekt ist online und ab Dezember in allen Rathäusern in der Wesermarsch zu finden.