Im Ergebnis entstanden digitale Übersichtskarten für die Jahre 2017 bis 2020. Bereits seit den 1970er Jahren stellten Wissenschaftler_innen in der Region einen kontinuierlichen Anstieg der Lufttemperaturen fest. Und auch Hausers Untersuchungen bestätigen diesen Trend.
„Durch den Temperaturanstieg werden die Gletscher immer nasser. Außerdem stellte ich fest, dass sich die Schmelzzonen in wärmeren Jahren zeitlich und flächenmäßig weiter ausdehnen.“
Sarah Hauser
Für den White Glacier-Gletscher ermittelte die Studentin der Geoinformationswissenschaften zusätzlich die Oberflächenfließgeschwindigkeit. Hier konnte allerdings kein direkter Zusammenhang zwischen stärkerer Fließgeschwindigkeit und höheren Temperaturen auf der Gletscheroberfläche hergestellt werden.
Prof. Dr. Roland Pesch, betreuender Dozent der Abteilung Geoinformation, lobt die innovative Methodik der Arbeit. „Die Stärke liegt in der neuartigen Kombination aktueller Satellitendaten, geodatenanalytischer Methoden und dem direkten Anwendungsbezug“, so Pesch. Zweitprüferin Anna Wendleder vom Earth Observation Center des DLR ergänzt: „Die Ergebnisse der kooperativen Abschlussarbeit fließen in ein Forschungsprojekt zur Kartierung kanadischer Gletscher mit der University Waterloo in Kanada ein.“
Mit dem neu erlangten Masterabschluss in Geoinformationswissenschaften möchte Sarah Hauser zukünftig als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am DLR arbeiten und sich weiter mit der Thematik Gletscher beschäftigen.