Neue Versorgungskonzepte zum Schutz von Pflegebedürftigen bei Hochwasser und Stromausfall entwickelt die Jade Hochschule jetzt gemeinsam mit dem Landkreis Wesermarsch. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert:
„Die Pandemie hat uns klar vor Augen geführt, wie wichtig Krisenvorsorge ist. Krisenvorsorge ist oft ein glanzloses Geschäft, von dem man häufig nichts mitbekommt. Im Ernstfall aber ist sie entscheidend.“
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek
Der Landkreis Wesermarsch ist fast vollständig von Wasser umgeben – Nordsee, Weser, Hunte, Jade – und ist daher Hochwassergefährdet. Würde durch eine Hochwasserkatastrophe ein Stromausfall auftreten, hätte das enorme Auswirkungen auf die Wasserversorgung, Entwässerung und insbesondere auf die Gesundheit in der Region. Die Krankenhäuser wären durch ein Notstromaggregat versorgt, nicht jedoch Seniorenheime oder Privatwohnungen.
„Käme es großflächig zu einem mehrtägigen Stromausfall, würden sich Menschen, die auf strombetriebene Beatmungsgeräte angewiesen sind, in akuter Lebensgefahr befinden.“
Projektleiterin Prof. Dr. Frauke Koppelin
Mit ihrem Team möchte die Professorin für Public Health an der Jade Hochschule nun Konzepte erarbeiten, um insbesondere beatmete Menschen in Alten- und Pflegeheimen, spezialisierten Wohngemeinschaften und in Privatwohnungen im Katastrophenfall zu versorgen oder in alternative Unterkünfte zu verlegen.

Wissens- und Technologietransfer katrin.keller@jade-hs.de




