„Wir als Forschungsgruppe der Jade Hochschule tragen Computersimulationen bei. Damit helfen wir unseren Partnern beim Design-Prozess, weil wir, bevor etwas gebaut ist, schon berechnen können, wie es sich verhält. Das ist besonders bei Mikrosystemen hilfreich, weil es mehrere Monate dauert, sie zu bauen“, erklärt die Professorin für mechatronische Systeme.
Die Computersimulationen der Jade Hochschule ermöglichen es den Forschungspartnern, mit weniger Prototypen und kürzeren Bauzeiten auszukommen. Die Forschungsgruppe bringt ihre Expertise aber nicht nur in der Computersimulation ein, sondern auch bei der Modellordnungsreduktion. Hier werden sehr schnelle, aber trotzdem genaue Computermodelle erstellt, die teilweise um den Faktor 1.000 schneller rechnen als die normalen Computersimulationen. Durch diese schnellen Modelle kann der Aktor von ADOPT genauer und effizienter betrieben werden.
Das Ziel ist ein adaptiver Spiegel mit großem Sichtfeld und präziser Ablenkung für THz-Anwendungen. Dieser adaptiver THz-Spiegel besteht aus vielen Elementen, die alle einzeln angesteuert werden können. Ähnlich wie bei dem James-Webb-Weltraumteleskop kann der Spiegel auch im Nachhinein justiert werden. Dies ermöglicht eine synchrone Umlenkung und Refokussierung des THz-Strahls. Das Besondere an diesem Aktor ist seine Energieeffizienz, denn im Vergleich zu herkömmlichen Systemen verbraucht es keine Energie, um seine Einstellung beizubehalten.
„Terahertz-Strahlen sind deshalb attraktiv, weil sie wie Röntgenstrahlen in Dinge sozusagen reinschauen können, aber ungefährlich sind. Dadurch gibt es Anwendungen in der Medizintechnik, in der Sicherheitsindustrie, wie zum Beispiel bei einem Flughafenscanner oder auch in der Werkstoffprüfung. Zudem ist diese Strahlung ein Kandidat für den nächsten Mobilfunkstandard.“
Arwed Schütz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Ingenieurwissenschaften