Einsparpotenziale für Windenergieanlagen
Neben der Überwachung der Rotorblattverformungen eröffnet die Arbeit von Göring neue Perspektiven, um Betriebsbedingungen und Wartungsstrategien von Windkraftanlagen zu optimieren. Fließen die hochgenauen Daten in Verformungsanalysen ein, lassen sich potenzielle Schäden frühzeitig erkennen und wird eine Effizienzsteigerung der Energieerzeugung möglich. Görings Forschungsarbeit leistet damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung nachhaltiger und kostengünstiger Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien.
„Für Probleme, die in der Anwendung auftreten, kreative Lösungen zu finden und dabei mit unserer Messtechnik die passenden Ansätze zu entwickeln, ist für mich ein großer Antrieb.“
Dr.-Ing. Martina Göring, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Angewandte Photogrammetrie und Geoinformatik (IAPG)
Ergebnisse auf hohem wissenschaftlichen Niveau
Die Dissertation wurde gemeinsam betreut von Prof. Dr. Hans-Gerd Maas (TU Dresden), Prof. Dr. Thomas Luhmann (Jade Hochschule) und Prof. Dr. Markus Gerke (TU Braunschweig). Martina Göring verteidigte sie erfolgreich an der Technischen Universität Dresden. „Die größte Herausforderung lag in der Bewältigung der Dimensionen moderner Windenergieanlagen sowie in der Erreichung einer Messgenauigkeit von unter einem Zentimeter bei Distanzen von über 120 Metern“, erklärt Prof. Dr. Thomas Luhmann, emeritierter Professor für Photogrammetrie und Fernerkundung und Betreuer der Arbeit am IAPG. „Martina Göring hat die Konzeptentwicklung, praktische Umsetzung und die umfangreichen Labor- und Feldversuche selbstständig durchgeführt. Ihre Ergebnisse wurden auf hohem wissenschaftlichen Niveau in mehreren Publikationen veröffentlicht.“