JW: Warum haben Sie sich für eine Promotion entschieden?
Jeltsch: Ich möchte gern promovieren, da ich den Beitrag der Forschung im Bereich der noch jungen Hebammenwissenschaft für sehr wichtig halte. Vor der Vollakademisierung des Hebammenberufes gab es nur wenig wissenschaftliche Evidenz in den Arbeitsfeldern von Hebammen, die von ihnen selbst entwickelt wurde. Ich halte es daher für wichtig, dass Hebammen innerhalb der für sie relevanten Themenfeldern selbst forschen und aktiv werden, um eine bedarfsgerechte und frau*zentrierte Versorgung zu fördern und weiter voranzubringen. Eine Hebamme stellt die schwangere bzw. gebärende Person ressourcenorientiert in den Vordergrund und zeigt durch die ganzheitliche, eben nicht ausschließlich pathologiefokussierte Betrachtung, neue Handlungsmöglichkeiten auf. Diese mit Evidenz zu untermauern beziehungsweise weitere Erkenntnisse zu generieren, ist ein Ziel der Hebammenwissenschaft, das ich auch in meiner Promotion sehe.