Germer: Ressourcenschutz setzt die Abstimmung aller am Materialkreislauf beteiligten Akteure voraus. Diese Verständigung ist oft herausfordernd bei der Entwicklung funktionierender Verwertungswege bzw. -netzwerke. Gerade die Schnittstellen zwischen den Akteuren bieten interessante Forschungs- und Entwicklungsansätze, die auch in der Lehre wesentlich für das Verständnis der Zusammenhänge von Produktgestaltung, Langlebigkeit und ressourcenschonender Kreislauffähigkeit sind. Mein Ziel ist es daher, Studierenden ganze Prozessketten zu vermitteln und sie anhand von praktischen Lehrformaten im Labor und in der Industrie eigene Ideen entwickeln zu lassen.
Der Anspruch an die Kreislaufwirtschaft und insbesondere an das Recycling muss neben der Standardisierung hoher Rezyklatqualitäten ebenfalls in ressourcenschonenden Aufbereitungsprozessen liegen, deren energetische Aufwände und Umwelteffekte ganzheitlich betrachtet, transparent abgebildet und kontinuierlich verbessert werden sollten. Die Entwicklung dahin möchte ich in der Forschung am Beispiel unterschiedlicher Stoffströme weiter vorantreiben und in der Lehre begreifbar machen.