Im neuen Projekt will das Team untersuchen, welche Möglichkeiten unterschiedliche Handlungsbereiche des Hochwasserrisikomanagements bieten. Das Spektrum reicht dabei von Maßnahmen des technischen Hochwasserschutzes über den Bereich der planerischen und individuellen Hochwasserrisikovorsorge bis hin zu Fragen des Katastrophenschutzes. Der Untersuchungsraum des Projekts umfasst die vier benachbarten Entwässerungsverbände Emden, Norden, Aurich und Oldersum. Die Forscherinnen und Forscher wollen Defizite identifizieren und Konzepte entwickeln, um diese zu beheben. Diese Aufgabe wollen sie gemeinsam mit den betroffenen Verbänden und Kommunen, den zuständigen Behörden und der Bevölkerung lösen. Neben den vier Entwässerungsverbänden engagieren sich der Landkreis Aurich und die Stadt Emden sowie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als Kooperationspartner im Projekt KLEVER-Risk. Darüber hinaus werden zahlreiche weitere regionale Akteure eingebunden. „Wir möchten das Netzwerk, das wir im Vorgängerprojekt etabliert haben, im Rahmen von KLEVER-Risk festigen und erweitern“, sagt Prof. Dr. Helge Bormann von der Jade-Hochschule. „Es geht darum, die Wirkung der einzelnen Risikomanagementmaßnahmen und deren Synergieeffekte zu maximieren.“
Hintergrund des Projekts ist die „Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ (Bundeskabinett, 2008). Das Papier definiert die Anpassung an die Folgen des Klimawandels als gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die ein querschnittsorientiertes Handeln und ein Zusammenwirken öffentlicher und privater Akteure erfordert.