Zur erhöhten Sicherheit auf See kann aber auch eine neue Nutzung bereits bewährter Technologien beitragen. Das demonstrierten Harald Rossol, Geschäftsführer der b.r.m. IT & Aerospace GmbH, sowie Götz Anspach von Broecker, aus der Forschung und Entwicklung von Airbus Defence und Space in Bremen. Sie stellten ein Konzept vor, wie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die rund 450 Fahrwassertonnen im Bereich der Deutschen Bucht in nur wenigen Stunden mit Hilfe von Drohnen und Satellitentechnik kontrollieren können. „Bislang ist dafür der ganzjährige Einsatz eines Spezialschiffes mitsamt Besatzung erforderlich“, so von Broecker.
Die Reaktion auf die Präsentation des Airbus-Managers zeigt beispielhaft, welche Wirkung die Fachtagung zum Havariemanagement hat. In seinem Vortrag hatte von Broecker der Jade Hochschule eine Projektform nahegelegt, damit diese gemeinsam mit der Schifffahrtsverwaltung das Konzept in einem Reallabor erproben kann. Noch während der Konferenz bekam von Broecker von den teilnehmenden Landtagsabgeordneten aus Hannover das Signal, dass sie sich um die Finanzierung des Vorhabens kümmern wollen.
Dr. Susanne Neumann, Leiterin der Geschäftsstelle Niedersachsen des Maritimen Clusters Norddeutschland freut sich über solche Ergebnisse: „Genau dies ist doch unsere Aufgabe – die richtigen Akteure zu vernetzen, Projekte zu initiieren und damit die gesamte maritime Branche voranzubringen und kontinuierlich ein bisschen besser zu machen. Dafür setzen wir als Maritimes Cluster und gemeinsam mit allen Partnern des Kompetenzzentrum GreenShipping Niedersachsen ein.“