„Für mich war dieses Projekt etwas ganz Besonderes, weil wir vor Ort mithelfen und sehen konnten, wie das, was wir hier geplant haben, gebaut wird“, sagt Christina Timm, Studentin im 2. Semester des Master-Studiengangs Architektur. „Und zwar unter ganz anderen Bedingungen als in Deutschland, mit einer anderen Bauweise und mit viel weniger Mitteln – und trotzdem gut.“
Bauarbeiten vor Ort
Als das Team der Jade Hochschule, bestehend aus Prof. Peter Fank, dem Lehrbeauftragten Florian Schick und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Nabil El Schami sowie sechs Studierenden und drei Alumni in Kampala eintraf, waren die Vorarbeiten bereits abgeschlossen: Die Terrassen des Grundstückes am Hang waren angelegt, erste Fundamente waren gemauert und die Steinproduktion war in vollem Gange.
Gemeinsam mit den lokalen Bauarbeitern und Ingenieuren begann das Team der Jade Hochschule die Hochbauarbeiten: Sonnensegel wurden gebaut, Steine transportiert und Mörtel angemischt.
In den Pausen besprachen alle das weitere Vorgehen und rasch hatten sich Teams für die Zimmererarbeiten, Maurerarbeiten sowie Tischlerarbeiten gefunden. „Die Gruppe war sehr gemischt, das war von großem Vorteil. Vor Ort gab es einen Ingenieur und bei uns im Team gab es Architekten, Mauerer, Zimmerer und Tischler“, sagt El Schami. „Die Studierenden hatten auch durch ihre Praktika im Baubereich schon einige Erfahrung und konnten gut mit anpacken.“ Zudem seien alle sehr motiviert dabei gewesen, trotz Unwägbarkeiten und Anstrengung. „Die Hitze war drückend und die langen An- und Abfahrten zur Baustelle über rauhe Pisten anstrengend“, erzählt der wissenschaftliche Mitarbeiter. „Dennoch vergingen die Arbeitstage nahezu im Fluge und das erste Gebäude wuchs stetig in die Höhe.“
Nach acht Tagen Bauzeit waren ein Teil des Daches und das Mauerwerk fertiggestellt.
Im Sommer möchte das Team der Jade Hochschule erneut nach Uganda reisen. Bis dahin sollen die Bauarbeiten vorangetrieben werden. Einen genauen Zeitplan kann es nicht aber geben: „Vor Ort kann nur so schnell weitergearbeitet werden, wie der Verein Geld für Material und Lohnkosten reinbekommt.“










