Oldenburg. Wie verändert die Corona-Pandemie das Leben der Menschen sowie die Wirtschaft und die Wissenschaft weltweit? Werden durch den Ausbruch der Krankheit Covid-19 regionalökonomische Ungleichheiten verstärkt? Und gibt es eine Verbindung zur weltweiten Armutssituation? Diesen Fragen ging Geoinformationswissenschaftlerin Marie Sander in ihrer Masterarbeit an der Jade Hochschule nach. Sie untersuchte die Wechselwirkungen zwischen der Ausbreitung von Covid-19 und Armut mit Hilfe von räumlich-statistischen Analysemethoden.
Zu den Grundrechten aller Menschen gehört es laut der Organization for Economic Cooperation and Development (OECD), den höchsten erreichbaren Gesundheitszustand genießen zu dürfen, ohne dabei auf die Unterschiede der Herkunft, Religion, politischen Überzeugung, der wirtschaftlichen oder sozialen Lage reduziert zu werden. In der Realität zeigt sich allerdings, dass Menschen, die in Armut leben, durch einen limitierten Zugang zu Gesundheitseinrichtungen und eingeschränktem sozialen Schutz häufiger gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind, früher sterben und eine höhere Kindersterblichkeit aufweisen. Auch die Geschlechterungleichheit spielt dabei immer noch eine Rolle. Vor allem, wenn ein Familienmitglied in einem armen Haushalt krank wird, sind auch alle anderen Mitglieder davon betroffen und es beginnt eine Abwärtsspirale der Wechselwirkungen zwischen Gesundheit und Armut.



