Thiessen: Die große Welt können wir ja nicht beeinflussen, unsere kleine Welt in Oldenburg am Fachbereich schon. Wir haben uns gerade diversifiziert und haben neben Architektur auch Urban Design im Angebot. Der Bachelorstudiengang Urban Design hat im Sommersemester 2024 die ersten 18 Bachelorabschlüsse hervorgebracht. Der zugehörige Masterstudiengang startet zum Wintersemester 2024/25 mit einer ersten Kohorte. Es ist eine große Bereicherung, aber auch konkrete Herausforderung. Denn nun müssen die Curricula mit Leben und Lehrenden gefüllt werden, auch wenn die Stellen dafür noch nicht alle besetzt wurden. Es gleicht einem großmeisterlichen Schachspiel, alles in Räume sowie Stunden- und Personalpläne umzusetzen. Es gibt interessante Überschneidungen und Synergien mit den Architekturstudiengängen, auch wenn die grundsätzliche Sicht unterschiedlich ist. Aber diverser als das, wollen wir zurzeit nicht und würden es auch nicht schaffen. Der im Wintersemester 2025/26 startende Studiengang Raumplanung am Fachbereich Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnologie wird die Reihe der Studienfächer wunderbar ergänzen und wird die Zusammenarbeit intensivieren.
Dass wir mit dem anderen Oldenburger Fachbereich sehr gut zusammenarbeiten können, ist großartig und der Plan, unsere Kooperationen auszubauen, ist fest im Blick. Inzwischen gibt es auch intensivere Zusammenarbeit zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven. Wir wollen aber darüber hinaus internationaler werden. Einer von vielen Schritten ist: im Herbst freuen wir uns über eine Kollegin aus Griechenland, die unterstützt vom DAAD im Tausch für eine unserer Mitarbeiterin kommt = Dozentenmobilität. Mehr Englisch wäre toll, mehr professioneller Sprachunterricht auch. Zwar können unsere Studierenden wirklich gut, mindestens diese eine Sprache. Um mehr ausländische Studierende zu aktivieren, brauchen wir eine gute Basis in Englisch. Daran wollen und müssen wir arbeiten.
Die internationalen Kooperationen sind wichtig und werden unterstützt, wo es geht. Und das betrifft nicht nur die finanzielle Seite. Beim Versuch, für Urban Design einen Doppelabschluss mit einer französischen Hochschule hinzubekommen, merken wir, wie spannend und schwierig so ein Weg ist.