In der repräsentativen Bevölkerungsumfrage „Wissenschaftsbarometer“ wird jährlich die öffentliche Meinung gegenüber Wissenschaft und Forschung erhoben. 75 Prozent der Befragten stimmen vor dem Hintergrund der Proteste gegen die aktuelle Klimapolitik zu, dass sich Wissenschaftler_innen öffentlich äußern sollen, wenn Forschungsergebnisse in der Politik nicht berücksichtigt werden. Mehr als die Hälfte findet, dass politische Entscheidungen wissensbasiert sein sollen und 50 Prozent meinen generell, dass es auch die Aufgabe von Forschenden ist, sich in die Politik einzumischen. Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass das Vertrauen in Wissenschaft und Forschung in Deutschland als groß und stabil zu bezeichnen ist. Demgegenüber stehen hohe Erwartungen der Öffentlichkeit, die sich von der Wissenschaft Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen erhofft. Fast die Hälfte der Befragten ist allerdings unentschieden, ob Forschende zum Wohl der Gesellschaft arbeiten.
Christina Schumacher leitet an der Jade Hochschule das Projekt „Partizipative Wissenschaft in Region, Kultur und Technik (ReKuTe)“, das darauf abzielt, durch neue Formate den Dialog zwischen Wissenschaftler_innen und Zivilgesellschaft zu fördern. Die Jade Welt sprach mit der Leiterin des Wissens- und Technologietransfers am Campus Oldenburg.

Wissens- und Technologietransfer katrin.keller@jade-hs.de





