Beschreibung
Ziel des Projekts ist es, die mit der Umstellung auf Wasserstoff einhergehenden Gefahren im Falle eines Unfalls zu analysieren und Strategien zum Umgang damit zu entwickeln. Das Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung von angepassten Löschstrategien im Brandfall. Hierzu erfolgt eine Analyse von bestehenden Konzepten zum Umgang mit Erdgasschadensfällen und der Übertragbarkeit auf Wasserstoffanwendungen. Dies mündet in auf Wasserstoffanwendungen zugeschnittene Ausbildungskonzepte für Rettungskräfte.
Zunächst wird ein Laborversuchsstand aufgebaut, an dem die Schadensausbreitung an Rohren und Anlagen im Falle einer Wasserstoffflamme untersucht wird. Nachdem die besonders kritischen Schadensszenarien ermittelt wurden, werden diese an einer Versuchsanlage im Realmaßstab betrachtet und passende Löschstrategien entwickelt.
Parallel dazu werden die Gefahren für Einsatzkräfte, wie z.B. die nahezu unsichtbare Flamme, analysiert und durch den Partner Ausbildungskonzepte erarbeitet, um die Rettungskräfte hinsichtlich Wasserstoffbränden zu schulen. Hierfür wird die Versuchsanlage im Realmaßstab zum Projektende durch den Partner adaptiert, um für Schulungen und Demonstrationen eingesetzt werden zu können.
Das Projekt trägt einen wichtigen Teil zu einer dauerhaft sicheren Wasserstoff-Infrastruktur bei, da insbesondere kleinere Unternehmen oft keine Werkfeuerwehr besitzen und es somit umso wichtiger ist, dass die öffentlichen Rettungskräfte entsprechend geschult sind.
Für die Durchführung des Projektes wurden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) Drittmittel in Höhe von 135.650,46 Euro und durch das Land Niedersachsen 133.622,71 Euro als Sondermittel bewilligt (in Summe 269.273,17 Euro). Die Jade Hochschule trägt zusätzlich einen Eigenanteil.