• Beschreibung

    Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland ist davon auszugehen, dass der Anteil der älteren Menschen mit sensorischen, kognitiven und motorischen Einschränkungen weiter zunehmen wird. Der Zusammenhang bzw. die Wechselwirkung zwischen diesen Einschränkungen ist jedoch nur unzureichend untersucht. Insbesondere in der Audiologie wird erst seit relativ kurzer Zeit den kognitiven Fähigkeiten der Untersuchungsteilnehmer, Patienten bzw. Hörhilfen-Nutzer Beachtung geschenkt. Über das Hörvermögen hinausgehende Sinneseinschränkungen werden ebenfalls meist nicht systematisch betrachtet. Innerhalb der Forschungsprofessur soll deshalb ein multidisziplinärer Ansatz gewählt werden, um audiologische Fragestellungen mit einem aufzubauenden, erweiterten Methodeninventar zu bearbeiten. Dabei wird grundlegend, aber anwendungsorientiert untersucht, auf welche Weise und in welchem Maß kognitive, sensorische und motorische Fähigkeiten die Sprachverständlichkeit und die Höranstrengung unter verschiedenen alltagsrelevanten Bedingungen sowie den Rehabilitationserfolg mit technischen Hörhilfen beeinflussen können. Das Projekt erweitert damit den aktuellen Forschungsschwerpunkt „Hören im Alltag Oldenburg (HALLO)“ und liefert einen wesentlichen Beitrag zum Exzellenzcluster Hearing4all (Universität Oldenburg, MH und LU Hannover), indem die Forschungsziele die bereits geförderten Aktivitäten des Clusters sinnvoll ergänzen.

    Projektdetails

    Projektleitung
    Prof. Dr. rer. nat. Inga Holube
    Weitere Projektmitglieder
    Dr. rer. nat. Theresa NüsseDr. rer. nat. Anne Schlüter
    Gefördert durch
    Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK)
    Mittelherkünfte
    Drittmittel