• Beschreibung

    Durch den Ausbau der nachhaltigen Nutzung der Meere im Rahmen der „Blue Growth-Strategie“ und die erwartete Zunahme mariner Naturgefahren in Folge des Klimawandels, wie z.B. schädliche Mikroorganismen oder Hypoxie, ergibt sich auch für die deutschen
    Küstengewässer eine wachsende sozioökonomische Bedeutung mariner biologischer Gefahren und ihrer Prävention für die Zukunft.

    Derzeit gibt es in Deutschland keine gemeinsam koordinierte Strategie der Küstenländer, um dieser gesellschaftlichen Herausforderung zu begegnen. Darüber hinaus fehlt es an effizienter, breit zugänglicher und benutzerfreundlicher Beobachtungstechnik. Dies erschwert die Überwachung des Auftretens mariner biologischer Gefahren auf angemessenen räumlichen und zeitlichen Skalen, die auf die Bedürfnisse der Gesellschaft für Frühwarnsysteme zur Vermeidung und Minimierung sozioökonomischer Auswirkungen zugeschnitten sind.

    PrimePrevention zielt darauf ab, Wissen und technische Voraussetzungen für die effiziente Beobachtung und Vorhersage des Auftretens mariner biologischer Gefahren zu schaffen, um daraus Empfehlungen für Maßnahmen abzuleiten, wie die Gesellschaft vor ihren wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen geschützt werden kann, wobei auch Kaskadeneffekte durch andere marine Extreme berücksichtigt werden.

    Im Mittelpunkt von PrimePrevention steht die Entwicklung einer intelligenten und flexiblen Strategie für die Meeresbeobachtung, die auf die
    Beobachtungsbedürfnisse der einzelnen Interessengruppen abgestimmt werden kann. Es werden für ausgewählte biologische Gefahren (Cyanobakterien, Vibrio spp. und Hypoxie) in der Ostsee Beobachtungs- und Vorhersagemethoden entwickelt, in der zweiten Förderperiode eingesetzt und auf andere biologische Gefahren und geografische Gebiete ausgeweitet werden sollen.

    Projektdetails

    Projektleitung
    Prof. Dr.-Ing. Stefan Gaßmann
    Weitere Projektmitglieder
    Prof. Dr. rer. nat. Jan Schulz
    Gefördert durch
    Deutsche Allianz für Meeresforschung e.V. (DAM)
    Mittelherkünfte
    Drittmittel