• Beschreibung

    EMA-Rückblick untersucht Methoden-Varianten von Ecological Momentary Assessment (EMA). EMA steht für eine wiederholte, über einen längeren Zeitraum durchgeführte Befragung im Alltag, bei der Hörsituationen möglichst an Ort und Stelle zu beschreiben und zu bewerten sind. Seit einigen Jahren werden vermehrt EMA-Studien mit Hörgerätenutzern durchgeführt, um Hörgeräte-Einstellungen in realen Alltagssituationen zu prüfen. Anders als in kontrollierten Laboruntersuchungen lassen sich in EMA-Studien jedoch häufig keine Unterschiede zwischen verschiedenen Hörgeräteprogrammen detektieren. In diesen Fällen ist vielfach unklar, ob sich die im Labor erkannten Unterschiede im Alltag nicht realisieren oder aufgrund des EMA-Designs nicht detektiert werden. Schließlich ist das Hörerleben nicht nur zeitlich sehr variabel, sondern wird in der Regel auch durch selbsttätige Eingriffe aktiv gestaltet, z.B. durch eine Änderung der Lautstärke an den Hörgeräten, Mediengeräten oder durch einen Hinweis an Gesprächspartner. In der Studie EMA-Rückblick werden deshalb Alltagsbefragungen mit Bezug zu drei unterschiedlichen Zeitintervallen durchgeführt: gegenwärtige Situation (ZI-1), schwierigste Hörsituationen in den vorangehenden 30 Minuten (ZI-2) und im Tagesrückblick (ZI 3). In der kurz rückblickenden Befragung (ZI-2) wird zudem erfasst, ob und ggf. wie die Probanden versuchten, die Hörsituation aktiv zu gestalten. Erfahrene Hörgerätenutzer werden für die Dauer der Studienteilnahme mit hochwertigen kommerziell erhältlichen Hörgeräten versorgt. Die Hörgeräte sind mit zwei unterschiedlichen, validierten Programmen A und B ausgestattet, die den Nutzern randomisiert, doch jeweils für einen ganzen Tag zugewiesen werden. Das Hauptaugenmerk der Datenauswertung richtet sich auf den Kontrast zwischen den Hörgeräteprogrammen, der getrennt für die verschiedenen Zeitintervalle analysiert wird.

    Projektdetails

    Projektleitung
    Prof. Dr. rer. nat. Inga Holube
    Weitere Projektmitglieder
    Dr. rer. nat. Alexandra WinklerDr. phil. Petra von Gablenz
    Gefördert durch
    Sivantos GmbH
    Mittelherkünfte
    Drittmittel