• Beschreibung

    Der Hörstatus Deutschlands, welcher den Zustand des Hörvermögens der Einwohner beschreibt, wird derzeit immer noch auf Basis einer Studie von 1985 abgeschätzt. Damals wurde ermittelt, dass 12,7 Mio. Bundesbürger (26,8 %) schwerhörig sind. Aufgrund der Auswertetechnik sind diese Daten jedoch nicht mit internationalen Studien vergleichbar. Aktuellere Zahlen zur Verbreitung von Schwerhörigkeit in Deutschland basieren entweder auf nicht repräsentativen Untersuchen oder auf Befragungen zur subjektiven Einschätzung des Hörvermögens. Ziel des Projektes ist daher die Erfassung des aktuellen Anteils schwerhöriger erwachsener Menschen an der Bevölkerung in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht. Die Datenerhebung findet im Weser-Ems-Gebiet statt, soll jedoch eine Hochrechnung auf das gesamte Bundesgebiet ermöglichen. Um repräsentative Ergebnisse zu erhalten, wird neben einer Stichprobe von 1400 Probanden aus dem Oldenburger Einwohnermelderegister eine Stichprobe von 715 Probanden aus dem Einwohnermelderegister Emdens gezogen.Als Erhebungsinstrumente dienen die Tonaudiometrie, der Ziffern-Trippel-Test und der Göttinger Satztest im Störgeräusch. Die Tests werden mit einem Audiometer in den Haushalten der Probanden und über Telefon durchgeführt. Das Konzept ist darauf ausgelegt, dass das Projekt mit Hilfe Studierender des Studiengangs „Hörtechnik und Audiologie“ umgesetzt werden kann.

    Projektdetails

    Projektleitung
    Prof. Dr. rer. nat. Inga Holube
    Weitere Projektmitglieder
    Dr. phil. Petra von Gablenz
    Gefördert durch
    Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/ElsflethEuropäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)
    Mittelherkünfte
    GrundmittelDrittmittel