Beschreibung
Das Promotionsprogramm möchte das vielstimmige Geflecht aus Vorstellungen und Erwartungen, aus Hoffnungen und Ängsten einschließlich der ihnen korrespondierenden (politischen) Programme und Maßnahmen, das sich um den Begriff, die Techniken und die Praktiken der Digitalisierung rankt, kritisch beobachten und begleiten. Dazu reflektiert es geistes-, kultur- und gesellschaftswissenschaftlich informiert auf den gesellschaftlichen Umgang mit Digitalisierung und geht im interdisziplinären Dialog den Fragen nach, 1. wie, unter welchen Bedingungen und in welchen gesellschaftlichen Bereichen (Politik, Bildung, Wirtschaft, Gesundheitswesen usw.) welche Entwürfe einer digitalen Zukunft entstehen, 2. wie diese in unterschiedlichen Genres und Medien (in Parteiprogrammen, wissenschaftlichen Expertisen, Zukunftsforschungen, Science Fiction usw.) Gestalt annehmen, sich durchsetzen oder auch ungehört verhallen, und 3. welche Gestaltungsmacht Szenarien einer digitalen Zukunft bereits in der Gegenwart ausüben, z. B. in Prozessen politischer Entscheidungsfindung, in Bildungsinitiativen oder in Maßnahmen zur Lösung, Kanalisierung und Abwehr gegenwartsdiagnostisch erhobener und prognostisch antizipierter Probleme und Krisen.Indem das Promotionsprogramm so die transformative Kraft imaginierter Zukünfte beleuchtet, trägt es zu einem besseren Verständnis gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Handelns von Individuen, Kollektiven und Institutionen bei. Mit seinem reflexiven Ansatz befördert es zudem eine critical digital literacy, eine Sensibilität für die den digitalen Wandel bedingenden Kräfte sowie dessen gegenwärtige Effekte, und weitet derart die Möglichkeiten einer reflektierten Partizipation und Kontrolle verschiedener gesellschaftlicher Akteure (an) der Gestaltung einer digitalen Zukunft aus.