Beschreibung
Das Promotionsprogramm „GESA – Gesundheitsbezogene Versorgung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter: Konzepte, Bedürfnisse der Nutzer und Responsiveness des Gesundheitssystems aus Public-Health-Perspektive“ wird von einem interdisziplinär zusammengesetzten Verbund Niedersächsischer Hochschulen mit Expertise in Public Health, Versorgungsforschung und klinischer Forschung durchgeführt.An der Jade Hochschule wird die Promovendin unter dem Arbeitstitel „Konzepte der Prävention und Gesundheitsförderung von Männern über 65 – Subjektive Sichtweisen und Bedarfe aus Sicht der Zielgruppe“ forschen.Gegenwärtige Entwicklungen in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sind vor dem Hintergrund der demographischen Transition und damit einhergehenden gesundheitlichen Einschränkungen einer alternden Bevölkerung (chronische Erkrankungen, Multimorbidität) sowie den medizinisch-technischen Entwicklungen bei gleichzeitig immer stärker diskutierten finanziellen Restriktionen zu reflektieren. Die gesundheitsbezogene Versorgung umfasst nicht nur medizinische Versorgung im engeren Sinne, sondern alle von Professionellen im Gesundheitssektor erbrachten Leistungen sowie Angebote außerhalb des Gesundheitssektors und das Engagement von Nicht-Professionellen.In den vergangenen Jahrzehnten haben sich tradierte Rollenmuster von Professionellen und Nutzern in Richtung auf mehr Partizipation und informierte Entscheidung der Betroffenen verändert. Ziel des Programms ist die Aufarbeitung und Weiterentwicklung vorliegender theoretischer Konzepte und empirischer Grundlagen, die Analyse der Responsiveness der Anbieter gesundheitsbezogener Versorgung und die Erhebung der Bedürfnisse und Ziele der Nutzer sowie die Entwicklung von Handlungskonzepten für ein selbstbestimmtes Leben im Alter.Bei der Betrachtung des Alters gehen die Verbundpartner davon aus, dass Altern ein fließender Prozess ist. Eine eindeutige Festlegung, wann Alter beginnt, ist, abgesehen von der sozialpolitischen Definition des Renteneintrittsalters, nicht möglich. Strategien für ein selbstbestimmtes Leben im Alter setzen bereits in den sogenannten mittleren Jahren an.Das besondere Kennzeichen des von der interdisziplinär zusammengesetzten Forschergruppe beantragten Promotionsprogramms liegt in einem Forschungsrahmen, der bei allen Vorhaben unterschiedliche Perspektiven verzahnt.In der dreijährigen Förderzeit arbeiten die Studierenden an den eigenen Forschungsvorhaben, begleitend werden fach- und methodenbezogene Seminare, Vorträge und Workshops angeboten. Zudem werden vier Kompaktkurse mit internationalen Expertinnen und Experten durchgeführt (summer schools).