• Beschreibung

    Mit dem Vorhaben der Bundesregierung, die Wasserstraßen stärker für die Logistik zu nutzen, steigt das Transportaufkommen und damit die Kollisionsgefahr an den Schleusen. Ursache für Kollisionen ist in über 80 % der Fälle ein mangelndes Situationsbewusstsein der Schiffsführer. Dieses ist notwendig für die anspruchsvolle Aufgabe, die dynamischen Schiffsbewegungen unter Umwelteinflüssen richtig einzuschätzen und durch Manöver auszugleichen. Heutige Systeme unterstützen hier nur unzureichend. ASSIST untersucht die Machbarkeit eines landseitigen Schleusenassistenzsystems, das mehrere Schiffsführer gleichzeitig unterstützt und damit das Situationsbewusstsein verbessert. Dazu wird untersucht, ob Fernerkundungstechnologien wie Radar, Kameras, Funkpeilung in Kombination mit Algorithmen zur Bewegungsvorhersage landseitig eingesetzt werden können, um Schiffsbewegungen präzise, in Echtzeit und zuverlässig anzuzeigen. Die Studie untersucht die erforderlichen Technologien. Die Anforderungen an die Sensorik für die Fernerkundung mehrerer Schiffe in der Nähe gängiger Schleusenarchitekturen werden ermittelt. Geeignete Sensoren werden ausgewählt, am Huntesperrwerk installiert und in einer Testphase im realen Betrieb evaluiert. In der Auswertung wird die Eignung der Sensordaten zur Erfassung von Schiffskonturen und Umwelteinflüssen untersucht. Mit Abschluss der Machbarkeitsstudie werden Lücken im Stand der Technik identifiziert, ein technisches Betriebskonzept für ASSIST erstellt, Sensortechnologien untersucht und der Entwicklungsbedarf für das System identifiziert. Die Stärken und Schwächen der Technologien zur Erfassung von Schiffskonturen und Umwelteinflüssen sowie die Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Frequenz der Sensoren werden bewertet.

    Projektdetails

    Projektleitung
    Prof. Dr.-Ing. Christian Denker
    Weitere Projektmitglieder
    M.Sc. Erik Bauer
    Gefördert durch
    Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV)
    Mittelherkünfte
    Drittmittel