• Beschreibung

    Trotz deutlicher Fortschritte in der Systemtechnik technischer Hörhilfen (einschließlich theoretischer Grundlagen, verwendeter Algorithmen und der klinischen Evaluation und Optimierung der Techniken für den individuellen Patienten) ist die erreichte Versorgungsquantität und -qualität von hörbehinderten Mitmenschen (immerhin ca. 18% der Bevölkerung) noch recht unbefriedigend. Ein wichtiger Grund ist die noch nicht ausreichende Umsetzung von neuen Erkenntnissen aus der Hörforschung, Akustik-Forschung und Algorithmen-Entwicklung in anwendbare Techniken zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit technischer Hörhilfen (d.h. insbesondere konventioneller Hörgeräte). Dabei spielt die individuelle Anpassbarkeit an die verschiedenartigen Bedürfnisse der in unterschiedlichem Maße hörgeschädigten Patienten eine besondere Rolle.Das vorliegende Verbundprojekt strebt daher eine Adaptation und konsequente Umsetzung von Modellen unterschiedlicher Fachdisziplinen (z.B. Elektroakustik, Psychoakustik, Hörphysiologie, Individualpsychologie, Audiologie) und Anwendungsdomänen (z.B. Raumakustik, Sprachverarbeitung, Audiotechnik, Hörgeräte-Technik und Anpassung, Marketing) in Algorithmen und Anpassverfahren innovativer technischer Hörhilfen an, um den verschiedenen Anforderungen der hörgestörten Patienten zu entsprechen. Durch die konsequente Kopplung und Interaktion zwischen Modell-Entwicklern, Algorithmus-Entwicklern und klinischen Anwendungs- und Entwicklungsteams soll es daher zu einer substantiellen Verbesserung konventioneller Hörsysteme kommen. Die Synergie zwischen bisher weitgehend getrennt arbeitenden Entwicklungsteams für konventionelle und implantierbare Hörsysteme bietet zudem die Chance einer gegenseitigen Befruchtung.

    Projektdetails

    Projektleitung
    Prof. Dr.-Ing. Jörg Bitzer
    Gefördert durch
    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Mittelherkünfte
    Drittmittel