• Beschreibung

    Das Projekt GeoRek soll einen signifikanten Beitrag zur Aus- und Weiterbildung ukrainischer Studierender und Wissenschaftler für den Wiederaufbau der Ukraine leisten, für den moderne Verfahren der geodätischen Messtechnik (Photogrammetrie, Laserscanning, Mobile Mapping, 3D-Punktwolken, KI-Analysen) zwingend erforderlich sind. Die dazu notwendigen Kenntnisse und Ausstattungen sind an den ukrainischen Universitä-ten derzeit nicht hinreichend verfügbar, so dass hier durch ein gezieltes Angebot an gemeinsamen Kursen, E-Learning-Tools, Mikro-Zertifikaten, Projektwochen (Summer Schools) und praktischen Fallbeispielen eine nachhaltige und wirksame Grundlage für eine zukunftsorientierte und effiziente Rekonstruktion von zerstör-ter Infrastruktur, Gebäuden und Denkmälern gelegt wird.
    Das ukrainische Ministerium für regionale Entwicklung hat in ihrem Erlass Nr. 103 vom 1. April 2016 den Ein-satz geodätischer und photogrammetrischer Methoden im Bauwesen geregelt und betont, dass die Genauig-keit und Effizienz der Wiederaufbaumaßnahmen zu erhöhen sind (Worldbank, 2024), obwohl es gleichzeitig einen kritischen Mangel an moderner Ausrüstung und qualifiziertem Personal im Bereich der Geodäsie gibt.
    Projektbeschreibung mit WoM – DUHN – P23 – 11/2024 – 4.1 Seite 2 von 14
    Das vorgeschlagene Projekt basiert auf einer mehr als 12-jährigen intensiven Zusammenarbeit der Projekt-partner, die u.a. in einem weltweit einzigartigen Lehrsimulator VRscan3D (DAAD-Projekt 2019-2024), Intensiv-wochen mit deutschen und ukrainischen Studierenden, gemeinsamen Lehrveranstaltungen und Forschungs-projekten gemündet hat. Die persönliche und fachliche Zusammenarbeit verlief bisher äußerst erfolgreich und basiert auf Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung.
    Die hier vorgeschlagenen Maßnahmen sind in enger Abstimmung der Partner konzipiert worden und umfas-sen die Entwicklung und Nutzung gemeinsamer Lehrveranstaltungen mit dem Schwerpunkt auf Mikro-Zertifi-kate (micro-credentials) für Studierende und Praktiker, die Verbesserung der Geräteausstattung, die Weiter-entwicklung von Gerätesimulatoren für den Online-Unterricht, gemeinsam durchgeführte Projektwochen, örtliche Arbeiten an mehreren konkreten Fallbeispielen zerstörter Objekte sowie den intensiven Austausch von Studierenden und Lehrenden.
    Nach Ende der Projektlaufzeit stehen ausgearbeitete und getestete Lehrmodule zur Verfügung, die in die Lehrpläne der beiderseitigen Partnerhochschulen integriert sind und über CPs und Mikro-Zertifikate gewinn-bringend für alle Beteiligten sind. Die Lehrmodule orientieren sich inhaltlich an den Bedürfnissen der ukraini-schen Partner, so dass diese anschließend besser im europäischen Wissenschaftsnetz verankert und zu-kunftsorientiert aufgestellt sind. Von neu entwickelten Lehrformaten und Lehrinhalten profitieren dabei auch die deutschen Partner. Weiterhin wird ein intensiver Wissens- und Technologietransfer erfolgt sein, der durch Austausch von Lehrpersonal, Fachexkursionen, Besuche von Fachveranstaltungen und Messen sowie gemein-same Publikationen gekennzeichnet ist.

    Projektdetails

    Projektleitung
    Prof. Dr.-Ing. habil. Thomas LuhmannProf. Dr. habil. Till Sieberth
    Weitere Projektmitglieder
    Darius PopovasM.Sc. Brett Sieberth
    Gefördert durch
    Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V. (DAAD)
    Mittelherkünfte
    Drittmittel

    Weitere Angaben

    fs.res.project.Classifications.eduprjclassification
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