• Beschreibung

    <p>Im Fahrzeugsicherheitsversuch (Crash-Test) werden hochdynamische Veränderungen am Fahrzeug mit Hilfe von High-Speed-Kameras beobachtet, um daraus Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit von Fahrzeuginsassen oder am Unfall beteiligter Personen abzuleiten. Die Bildsequenzen der High-Speed Kameras können unter Anwendung photogrammetrischer Methoden ausgewertet werden. Die Analyse der Deformationen am Fahrzeug basiert dabei in der Regel entweder auf der Betrachtung der 3D-Trajektorien einzelner signalisierter Messpunkte oder auf der Analyse der Punktwolken, die bei Anwendung flächenhaft arbeitender Verfahren für jeden Aufnahmezeitpunkt resultieren. Wichtige Voraussetzung für die Weiterverwendung der gewonnenen Daten ist in beiden Fällen die Herstellung eines Bezugs zu einem fahrzeugfesten Koordinatensystem, der üblicherweise durch die Berechnung der äußeren Orientierungen der Kameras über ortsfesten Referenzpunkten bestimmt wird. <br>Das vorliegende Projekt befasst sich mit der besonderen Situation die eintritt, wenn die eingesetzten Kameras während des Versuchs mit bewegt werden und dabei ihre Orientierung teilweise verlieren. Da es sich dabei in erster Linie um solche Versuche handelt, bei denen der beobachtete Objektbereich über keine ortsfesten Referenzpunkte verfügt, ist eine permanente Nachorientierung der Kameras nach heutigem Stand der Technik nicht möglich. Hier soll ein neuer Ansatz entwickelt und untersucht werden, bei dem die beobachtete und deformierte Objektoberfläche nach stark und weniger stark veränderten Bereichen klassifiziert wird und daraus die Merkmale abgeleitet werden, mit denen eine maßstäbliche relative Orientierung oder im optimalen Fall die absolute Orientierung eines Stereokamerapaares bestimmt werden kann.</p>

    Projektdetails

    Projektleitung
    Prof. Dr.-Ing. habil. Thomas Luhmann